Ziel der hier durchgeführten Modernisierungsmaßnahmen war es, beim um 1930 erbauten Einfamilienhaus mit Hilfe des lokal ansässigen EnergieSparNetzwerkes 75% Energie über die fachgerechte Einbringung von Dämmstoffen zu erreichen. Die einzelnen Dämm-Maßnahmen erreichen dabei mindestens KfW-Niveau.
Ausgangszustand
Die vorhandene Dacheindeckung des Gebäudes hatte eine Sanierung dringend nötig. Einzelne Ziegel der Eindeckung zeigten bereits Risse, oder waren sogar schon gebrochen. Die Sparren im Steildach waren zwar statisch ausreichend stark dimensioniert, jedoch fehlte jegliche Wärmedämmung.

Die Putzfassade des Gebäudes wirkte optisch verschlissen und sanierungsbedürftig. Die Außenwände des Kellers waren teilweise stark durchfeuchtet.
Bei den Fenstern handelte es sich um eine Zweischeibenverglasung.
Beheizt wurde das Gebäude mit Fernwärme.
Dachdämmung von außen
Bei der Dachsanierung von außen werden die Sparren auf die zukünftige Dämmstoff-Stärke aufgedoppelt. Von außen wird die Dampfbremsfolie, die Klimamembran Isover Vario KM Duplex UV, um die Sparren gelegt. Zwischen den Sparren werden 200 mm Zwischensparren-Klemmfilz Isover Integra ZKF 1-035 eingebaut.
Durch die Zwischensparrendämmung wird im Steildach eine Verbesserung des U-Werts um 92% (von 1,92 W/m²K auf 0,15 W/m²K) erreicht.

Fassadendämmung als WDV-System
Auf die Putzfassade wird die Mineralwolledämmplatte weber.therm 332 express 035 in 140 mm Dämmstärke als Wärmedämmverbundsystem aufgebracht. Die Dämmplatten werden geklebt, gedübelt und anschließend verputzt.
Durch die Fassadendämmung wird für die Fassade eine Verbesserung des U-Werts von 88% (von 1,9 W/m²K auf 0,22 W/m²K) erreicht.

Kellerdeckendämmung
Die verputzte Kellerdecke wird mit der Decken-Dämmplatte Isover Topdec DP 3 in 80 mm Stärke gedämmt. Die Dämmplatten werden an die trockene, fettfreie, staubfreie und tragfähige Decke geklebt.
Bei der Kellerdecke wird durch die Dämmung eine Verbesserung des U-Werts von 82% (1,76 W/m²K auf 0,31 W/m²K) erreicht.
Ergebnis
Durch die Dämm-Maßnahmen an Dach, Fassade, Kelleraußenwand und Kellerdecke wird der Verbrauch an Heizöl um 74% reduziert.
Vor der Sanierung verbrauchte das Gebäude 33,80 Liter Öl pro Quadratmeter und Jahr, nach der Sanierung fällt der Verbrauch an Heizöl auf 8,80 Liter pro Quadratmeter und Jahr. Beim aktuellen Heizölpreis von 0,95 € / Liter wird durch die Sanierung eine Einsparung von 32 €/m²a auf 8 €/m²a erreicht.
Der Primärenergiebedarf sinkt von 277 kWh/m²a auf 98 kWh/m²a.