Dank dünner Dämmstoffe mit niedriger Wärmeleitstufe verschwindet die Wärmebrücke an der Fensterlaibung nach einer Modernisierung der Fenster
Die Fenster fallen bei einem Haus mit als erstes in den Blick. Viele Hausbesitzer investieren deshalb bei einer Sanierung zuerst in neue Fenster. Doch häufig verzichten sie hierbei auf die Dämmung der Fassade und der Fensterlaibung. Probleme mit Feuchtigkeit und Schimmelbildung können die Folge sein. Denn die neuen Fenster sind dichter und besser gedämmt als die alten und der Luftaustausch damit geringer. Somit ist die Dämmwirkung der Fenster im Altbau in der Regel besser als die der Außenwand. Oft kondensiert dann die feuchte Raumluft an der Laibung oder den Ecken und Schimmel kann sich bilden.
Die Laibung ist der Bereich Wandfläche, der zwischen dem eingebauten Fensterrahmen und der Außenseite der Wand liegt. In Altbauten ohne Außendämmung verringern neue Fenster zwar die Wärmeverluste, aber im Bereich der Fensterlaibung fließt die Wärme am Rahmen vorbei nach außen. Diese energetische Schwachstelle in der Hülle des Hauses bezeichnet man auch als Wärmebrücke, also eine Stelle, über die vermehrt Energie nach außen abzieht.
Damit es nicht zu Feuchtigkeit und unerwünschter Schimmelbildung kommt, sollte der Bereich der Fensterlaibung bei einem Austausch der Fenster mindestens bis an den Blendrahmen gedämmt werden. Hauptproblem hierbei: In der Laibung ist nicht viel Platz für eine Dämmung. Empfehlenswert ist aber dennoch eine mindestens 20 bis 30 Millimeter starke Dämmung. Viele Hersteller bieten inzwischen für diese Bereiche spezielle Dämmlösungen an, wie zum Beispiel Laibungsplatten. Diese sind bei gleicher Dämmwirkung dünner und kommen dem geringen Platzangebot damit entgegen. Möglich macht dies eine niedrige Wärmeleitstufe (wie zum Beispiel 022 oder 032) des Dämmstoffs.
Foto: ISOVER
Quelle: mtc/mp