Typisches Schadensbild bei feuchten Kellerwänden: Der Putz bröckelt im Sockelbereich des Hauses
Abblätternder Putz, modriger Geruch und Schimmelbildung – in vielen Altbauten sind feuchte Keller leider die Regel. Experten schätzen, dass bei rund 60 Prozent der Altbauten eine Sanierung der Kellerwände erforderlich ist, um langfristig Bauschäden und Energieverluste zu verhindern. Das liegt zum einen daran, dass die Ansprüche an eine Nutzung des Kellers gestiegen sind, zum anderen an einer fehlenden oder nicht mehr funktionsfähigen Abdichtung.
Hausbesitzer sollten grundsätzlich darauf achten, dass sie mit der Sanierung einen qualifizierten Experten beauftragen, der sich intensiv mit der Thematik auseinandersetzt. Wichtigster Fehler in der Praxis: Eine nachträgliche Horizontal- und Vertikalabdichtung wird ohne Bauwerksdiagnostik durchgeführt.
Damit die Trockenlegung der Wände gelingt, sollte der Experte zunächst elementare Informationen über den Zustand des Hauses einholen. Dazu gehören:
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Durchfeuchtungsgrad,
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und/oder Salzgehalt des Mauerwerks,
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freies Porenvolumen und andere Baustoffkenngrößen,
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die mögliche Hohlräumigkeit der Mauerwerkskonstruktion,
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Wasserbelastung von außen,
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Bodenverhältnisse und daraus resultierender Lastfall und
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bei einer innenseitigen Kellersanierung auch wichtige raumklimatische Messungen.
Aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen wird dann die Sanierungskonzeption abgeleitet. Steht das Sanierungskonzept, kann es mit der Abdichtung inklusive Wärmedämmung losgehen. Für die Beseitigung von Feuchtigkeitsschäden setzen Experten bei den Ursachen an: Je nach Schadensbild kommen nachträgliche Horizontalabdichtungen, nachträgliche Außenabdichtungen, Sanierputze, Innendämmung und Dämmung der Kellerdecke sowie flankierende Maßnahmen wie die technische Bautrocknung zum Einsatz.
Foto: aus Frank Frössel „Mauerwerkstrockenlegung und Kellersanierung“ (Baulino Verlag)
Quelle: Frank Frössel, mtc/mp