Das Beispiel der größten Energiesparsiedlung Nordrhein-Westfalens zeigt, wie man mit Hilfe eines vollmineralischen WDV-Systems sowie ergänzender Maßnahmen die gesetzlichen Anforderungen zum Klimaschutz erfüllt und gleichzeitig davon profitiert.
Die Politik nimmt die Wohnungswirtschaft beim Klimaschutz zunehmend in die Pflicht. So werden in den Jahren 2009 und 2012 die Anforderungen bei energetischen Sanierungsmaßnahmen um jeweils 30 % aufgestockt.
Dass solche Vorgaben ohne weiteres erfüllt werden können, zeigt die größte Energiesparsiedlung Nordrhein-Westfalens. Im Kölner Stadtteil Ossendorf hat die GAG Immobilien AG eine Wohnanlage aus dem Jahr 1963 mit einer hochwertigen Wärmedämmung sowie einer neuen Heizungsanlage modernisiert und spart seither 90 % der Energiekosten.
Projektplanung mit Vorbildcharakter
Die Kölner Wohnblöcke sollten in Sachen Wärmeversorgung und -schutz absolut zukunftsweisend ausgerüstet werden. So wurde die Abdeckung des Energiebedarfes für Strom und Warmwasser größtenteils durch Solarthermie- und Photovoltaikanlagen geplant. Dieses klimaneutrale Heizkonzept macht aber nur in Verbindung mit einer leistungsstarken, umweltfreundlichen Wärmedämmung Sinn. Infolgedessen wurden die ungedämmten Fassaden mit einer vollmineralischen Dämmschicht versehen.

Ökologische Betrachtung
Bei der Fassadendämmung handelt es sich um weber.therm A 100, ein auf Mineralwolle basierendes Wärmedämm-Verbundsystem mit einem mineralischen Edelkratzputz als Oberbeschichtung.
Die 14 cm starke Dämmschicht senkt bereits für sich genommen den Energieverbrauch der Siedlung um rund 40 %. Neben hervorragenden Dämmeigenschaften verfügt das System über eine hohe Diffusionsoffenheit sowie einen maximalen Brandschutz der Baustoffklasse A1.

Lohnenswerte Investition
Nicht nur wegen der Langlebigkeit des WDV-Systems und der Steigerung des Immobilienwertes handelt es sich bei den Sanierungsmaßnahmen um eine lohnenswerte Investition. Die Eigentümer konnten zudem die umfangreichen staatlichen Fördermittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Anspruch nehmen.
Vor allem aber profitieren sie von einer gravierenden Senkung der Energiekosten: Betrugen die monatlichen Abgaben zuvor rund 3 EUR/m², so liegen sie heute bei 0,21 EUR, was einer Reduzierung um mehr als 90 % entspricht.
